Oftmals, wenn man das Spinnen erlernt, entwirft man am Anfang "Designergarne", relativ dick und ungleichmäßig. Zudem handelt es sich dabei oft um kleine Mengen verschiedener Garne. Was habt Ihr mit Euren ersten Garnen gemacht? Gibt es ein perfektes Projekt dafür?
Danke an die Frage, Jessica.
Einen großen Teil meiner Versuche habe ich noch hier liegen, es sind kleine Knäuel, mal dicker mal dünner. Was ich daraus mache , weiß ich nicht. Ein größeres Projekt aus der ersten selbstgesponnen war eine Filztasche.....die inzwischen bei meiner Tante in Flensburg gelandet ist. Ein perfektes Projekt?? Ich weiß es nicht, ich denke das hängt zum Einen vom produzierten Garn ab und zum anderen vom Produzenten, was der/diejenige unter perfektes Projekt versteht. Ich würde vielleicht Handstulpen oder einen Schal oder Filzpuschen daraus machen wollen...
Spinnt Ihr alleine oder in Gesellschaft? Also habt Ihr einen regelmäßigen Spinntreff den Ihr besucht? Oder nehmt Ihr an den großen Spinntreffen wie z.B. dem der Handspinngilde teil?
Vielen Dank für die Frage an Britta!
Beides, ich spinne alleine zuhause, oder auch zu zweit. Und ich spinne 2 x im Monat bei Spinntreffen, das eine ist in Oberhausen , die Niederrheinspinner und das andere wechselnder Ort bei den Wupperspinnern (Beitrag vorher).
Es macht sehr viel Spass in der gruppe, ist sehr kommunikativ und lehrreich, und bei problemen kann man helfen, oder man wird geholfen oder man diskutiert es aus....ich bin froh so ein schönes Hobby mit vielen anderen Spinnerten zu teilen.....
LG Coonie (die ihren ersten Zahnarztbesuch für dieses Jahr absolvierte)
Bei meinen Kunden fällt mir oftmals auf, dass sie, wenn sie von handgesponnener Wolle sprechen, meistens recht dicke, unregelmäßige "Effektgarne" meinen. Ein gleichmäßig dünn gesponnener Faden entspricht nicht so ihren Vorstellungen von selbstgesponner Wolle. Auch konnte ich auf Märkten und in anderen Läden feststellen, dass die dort angebotenen handgesponnenen Garne auch eher was für Nadelstärke 6 aufwärts sind. Habt Ihr diese Beobachtung auch schon gemacht? Ist Euch bei Euren eigenen Garnen das gleichmäßige Garn wichtiger oder spinnt Ihr mitunter absichtlich ein wenig unregelmäßiger?
Das kann ich bestätigen, in den Läden, in denen ich handgesponnene Garne gesehen habe, waren es meistens dicke unregelmäßige, bunte Garne. Oftmals als Single Garn , nicht verzwirnt.
Da ich ja noch nicht allzu lange spinne , möchte ich erst mal verschiedene techniken, mit unterschiedlichen Materialien ausprobieren. Allerdings lege ich wert auf gleichmäßiges Garn, und bemühe mich auch in meiner Lieblingsnadelstärke (3 - 3,5) zu spinnen. Und wenn ich mal dickeres Garn brauche, dann möchte ich es auch gezielt dick spinnen, aber immer gleichmäßig. Nur so mag ich es.
Ich wünsche allen ein schönes erstes Adventswochenende.....wir bekommen gleich Übernachtungsgäste, gehen auf den Weihnachtsmarkt, ein wenig Glühwein trinken und etwas futtern und morgen haben wir geburtstagsfrühstück und anschließend kaffee und Kuchen und Abendessen bei einem anderen Geburtstag......und dann rollen wir nach hause....*g*.
Wie verzwirnt Ihr Eure Garne, wenn Ihr sie denn verzwirnt? "Konventionell", also von 2 Fäden von verschiedenen Spulen zu einem Faden verzwirnen, Navajo-Zwirnen (sozusagen 3-fach mit sich selbst verzwirnt) oder Anden zwirnen (zweifach mit sich selbst verzwirnt) ? Zum Anden zwirnen noch ein Fragezusatz von Christiane: Habt ihr schon mal Anden gezwirnt (Andean bracelet). Wie sind eure Erfahrungen damit? Habt ihr Tipps für's erste Mal?
Spät, aber ich beantworte mal diese Frage, weil ich sie toll finde...
Ich habe alle drei Arten bereits verwendet. Das zweifach Zwirnen aus zwei Knäulen habe ich anfangs für die Handspindel verwendet und auch heute noch fürs zwirnen am Rad.
Navajo Zwirnen habe ich nur einmal live gesehen bevor ich es selbst probierte, war gar nicht so einfach, aber mit etwas Übung gings ganz gut. Ich verwende es immer noch, wenn ich mehrfarbige Garne spinne und die Farben möglichst nicht vermischen möchte , also kein meliertes Garn möchte. Aber probleme bringt mir manchmal der zuviele Drall und das Garn wird nicht sehr fluffig....
Anden zwirnen habe ich aus einem Buch gelernt und bisher verwendet habe ich es beim Handspindel spinnen.
Mein persönliche Erfahrung war, nicht zuviel Garn auf die Hand wickeln und möglichst locker wickeln, sonst schnürt man sich den Mittelfinger (oder auch Stinkefinger) ab.
Allerdings sollte man sowas immer live zu sehen bekommen, mit dem zeichnungen im Buch hatte ich so meine Probleme, aber wenn man lange genug drauf starrt, wrds schon, nur nicht die Geduld verlieren.
In einigen Ländern kann man in Kursen (die oft über mehrere Jahre gehen), sozusagen professionell Spinnen lernen. Hier in Deutschland wird es schon schwierig, wenn man z.B. einen Volkshochschulkurs zum Thema Spinnen sucht. Findest Du es schade, dass es hier nicht mehr Kursangebote gibt? Würde Dich so ein ausführlicher Kurs überhaupt reizen? Oder reicht es, durch eigenes Ausprobieren und Austausch auf Spinntreffen seine Techniken zu erweitern?
ich würde sehr gerne solche Kurse in Anspruch nehmen, doch leider, auch wenn wir hier im Ballungsraum wohnen, gibt es solche Kurse hier nicht. (keine VHS Angebote)
Ich bin ja schon froh, private Spinntreffen und nun erstmalig öffentliches Spinnen hier erleben zu dürfen. Es ist eigentlich sehr schade , gerade in großen Städten aber auch in der Umgebung, wenig Angebote in Sachen Handarbeiten und Spinnen/Spinntechniken an Kursen zu haben.
Ich kann spinnen. Mehr aber auch nicht. Würde gerne die Feinheiten lernen, und nicht nur im Spinnen selbst, sondern auch bezüglich der Handhabung verschiedener Fasern, machart, aber auch Wirkung der Spinntechniken auf diese Fasern, sowie das entsprechende verzwirnen, Unterschiede usw....
Außerdem finde ich es absolut klasse, sich mit anderen auszutauschen und gemeinsam zu lernen.....
So......endlich auch diese Frage beantwortet...falls mich wer sucht......bin immer noch im Umzug meiner Eltern......bis später...